Vergleichswerte

 

Vergleichswerte von Meßwerten für vergangene Jahre

 

Aufzeichnungsbeginn April 2015
Stand: 06.01.2018

Vergleichswerte für Vegetation

Aufzeichnungsbeginn April 2015
Stand: 06.01.2018

Die Grünlandtemperatur oder Grünland-Temperatur-Summe (GTS) ist eine besondere Form der Wärmesumme, welche den Vegetationsbeginn festlegt. In der Agrarmeteorologie wird dieser Wert herangezogen, um in Mitteleuropa den Termin für das Einsetzen der Feldarbeit nach dem Winter zu bestimmen. Wird im Frühjahr die Summe von 200 überschritten, ist der nachhaltige Vegetationsbeginn erreicht. Hintergrund ist dabei die Stickstoffaufnahme und -verarbeitung des Bodens, welcher von dieser Temperatursumme abhängig ist.
Ab Jahresbeginn werden alle positiven mittleren Tagesmittel erfasst und im Januar mit dem Faktor 0,5 multipliziert. Im Februar wird mit dem Faktor 0,75 multipliziert und ab März geht dann der "volle" Tageswert (Faktor 1) in die Berechnung ein. ("Kumulierte korrigierte GTS").

Achtung, auch für Gartenbesitzer interessant: Düngemittel, die vor Erreichen der Summe von 200 ausgebracht werden, können von den Pflanzen nicht oder nur schlecht aufgenommen werden und es besteht die Gefahr des Auswaschens.

Die Kältesumme ist die Summe aller negativen Tagesmittelwerte der Lufttemperatur über einen bestimmten Zeitraum. Sie wird ohne Einheit angegeben. Die Kältesumme dient zur Bewertung der Strenge eines Winters (mild, normal, streng usw.) und wird deshalb in der Regel über die Monate November bis März angegeben. Dieser statistische Wert wird oft im Zusammenhang mit dem Gefrierverhalten von Seen herangezogen. Ab Erreichen einer für jeden See spezifischen Kältesumme kann bei weiterem Frost mit verbreiteter und rascher Eisbildung gerechnet werden.

Für die Kälte eines Winters gelten folgende Kennzeichnungen:

Summe < 100 = sehr milder Winter
Summe 100 - 200 = normaler Winter
Summe 201 - 300 = mäßig strenger Winter
Summe 301 - 400 = strenger Winter
Summe > 400 = sehr strenger Winter



Klimatologische Kenntage

Jahreswerte 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025
Schwüle Tage 28 23 0              
Gewittertage 14 20 0              
Hageltage 2 3 0  
Nebeltage 33 28 1              
Schneefalltage 23 32 2              
Stand: 06.01.2018

 

Stand: 06.01.2018

Schwüle Tage
Als Schwüle oder schwüle Hitze bezeichnet man den Umstand einer stark mit Wasserdampf gesättigten Umgebungsluft bei hohen Lufttemperaturen.
Schwüle ist ein subjektives Empfinden, es gibt keine eindeutige, meteorologisch fundierte Definition. Man kann aber eine Schwülegrenze anhand einer Kombination von Werten im Temperatur-Feuchte-Milieu festlegen. Als ein Grenzwert, ab dem Schwüle beginnt (bei einer vereinfachten Betrachtung ohne die Berücksichtigung von Wärmestrahlung, Luftbewegung sowie körperlicher Aktivität) wird ein Taupunkt von 17 °C und ein Dampfdruck von 18.8 hPa angenommen.

Gewittertag
Ein Gewittertag ist ein Tag, an dem im Verlauf von 24 Stunden mindestens ein Gewitter beobachtet wurde. Als Beginn des Gewitters ist der Zeitpunkt, an dem der erste Donner gehört wurde, anzugeben. Wenn der Tageswechsel (Mitternacht) zwischen dem Beginn und dem Ende eines Gewitters liegt, dann wird diese Wettererscheinung sowohl dem einen als auch dem anderen Tag zugeordnet.

Hageltag
Ein Hageltag ist ein Tag, an dem irgendwann 
Hagel unabhängig von der Kerngröße auftritt.

Nebeltag
Als Nebeltag wird in der Klimatologie ein Tag bezeichnet, an dem die horizontale Sichtweite mindestens in einem Sektor von 90 Grad irgendwann zwischen 00.00 und 24.00 Uhr gesetzlicher Zeit weniger als 1 km beträgt.

Schneefalltag
Von Schneefalltagen oder Tagen mit Schnee spricht man in der synoptischen Meteorologie, wenn an einem Tag zu irgendeinem Zeitpunkt Niederschlag in Form von Schnee gefallen ist. Im Allgemeinen gilt jeglicher Tag mit festem Niederschlag, also auch mit Graupel, Hagel, und ähnlichem als Schneefalltag  

Quelle: DWD und Wikipedia